Zwei Homeoffice-Arbeitsplätze: Wo mehr Wohnfläche bezahlbar ist
Wer zu zweit regelmäßig im Homeoffice arbeitet, braucht mehr als schnelles Internet. Der Vergleich zeigt Regionen mit bezahlbarer Wohnfläche, gutem Festnetz und einem erreichbaren IC-Halt.
Zwei Arbeitsplätze brauchen mehr als einen Küchentisch
Wenn beide regelmäßig zu Hause arbeiten, wird aus dem Küchentisch schnell ein Dauerprovisorium. Videocalls überschneiden sich, Unterlagen bleiben liegen und nach Feierabend erinnert der Arbeitsplatz noch immer an den nächsten Termin. Zwei getrennte Plätze schaffen Ruhe während der Arbeit und geben der Wohnung danach ihren eigentlichen Zweck zurück.
Das IAB zeigt, dass Homeoffice den Umzug in günstigere Wohnregionen begünstigt. Für Paare eröffnet das einen größeren Suchraum: Regionen, in denen ein zusätzliches Zimmer bezahlbar bleibt, schnelles Festnetz weit verbreitet ist und der Fernverkehr für gelegentliche Präsenztage erreichbar bleibt.
Der Unterschied beginnt bei Miete und Wohnfläche
Die Angebotskaltmiete zeigt, wie teuer zusätzliche Fläche in einer Region wird. Die durchschnittliche Wohnfläche je Bewohner ergänzt die andere Hälfte des Bildes. Zusammen machen beide Werte sichtbar, wo eine größere Wohnung das Budget weniger belastet und Menschen im Schnitt mehr Platz haben.
Schnelles Festnetz, Glasfaser und die Erreichbarkeit eines IC-Halts vervollständigen den Vergleich. Dadurch stehen nicht einfach die billigsten Kreise oben. Die Auswahl zeigt Regionen, in denen größere Wohnungen bezahlbarer sind, schnelle Anschlüsse weit verbreitet sind und der nächste IC-Halt nah liegt. Alle verwendeten Werte liegen für sämtliche 400 Kreise vor.
Gute Anbindung ist in Großstädten teuer erkauft
In München haben 99,21 Prozent der Haushalte Zugang zu mindestens 100 Mbit/s; die mittlere Autofahrzeit zum nächsten IC-Halt beträgt 7,94 Minuten. Gleichzeitig liegen die Angebotskaltmiete bei 21 Euro je Quadratmeter und die Wohnfläche bei 38,9 Quadratmetern je Bewohner. Frankfurt am Main kommt auf 16 Euro und 38,3 Quadratmeter, Berlin auf 17 Euro und 39,9 Quadratmeter.
Auch in Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart sind Festnetz und Fernverkehr gut erreichbar. Der Vorteil bei Anschluss und IC-Nähe geht dort mit hohen Quadratmeterpreisen und wenig Wohnfläche pro Kopf einher. Ein zweiter ruhiger Arbeitsplatz wird damit zu einer kostspieligen Zusatzfläche.
Regionen mit mehr Wohnfläche fürs Geld
In Coburg liegen die Angebotskaltmiete bei 8 Euro je Quadratmeter und die Wohnfläche bei 49,3 Quadratmetern je Bewohner. 99,2 Prozent der Haushalte haben Zugang zu mindestens 100 Mbit/s, 52,29 Prozent zu Glasfaser; der nächste IC-Halt ist im Mittel 4,92 Autominuten entfernt. Emden kommt auf 8 Euro, 46,4 Quadratmeter, 97,14 Prozent Abdeckung ab 100 Mbit/s, 71,29 Prozent Glasfaser und 5,79 Minuten bis zum IC-Halt.
Weitere passende Regionen sind Soest, Ahrweiler, Stendal und die Grafschaft Bentheim. In der Grafschaft Bentheim liegen die Angebotsmiete bei 9 Euro und die Wohnfläche bei 51,6 Quadratmetern je Bewohner. 98,3 Prozent der Haushalte haben Zugang zu mindestens 100 Mbit/s, 94,81 Prozent zu Glasfaser.
Was der Preisunterschied für eine größere Wohnung bedeutet
Zwischen München und Coburg liegen bei der Angebotskaltmiete 13 Euro je Quadratmeter. Auf eine 90 Quadratmeter große Wohnung gerechnet sind das 1.170 Euro Kaltmiete im Monat. Zwischen Berlin und Emden beträgt der Abstand 9 Euro je Quadratmeter oder 810 Euro bei derselben Wohnungsgröße.
Dieser Spielraum verändert den Alltag zu Hause. Ein geschlossenes Arbeitszimmer muss nicht gegen das Wohnzimmer, Stauraum oder einen Rückzugsort ausgespielt werden. In Coburg und Emden kommen die niedrigeren Mieten mit hoher Festnetzabdeckung und kurzen mittleren Fahrzeiten zum nächsten IC-Halt zusammen.
Ein größerer Suchraum schafft bessere Optionen
Coburg und Emden zeigen den finanziellen Abstand besonders deutlich. Soest, Ahrweiler, Stendal und die Grafschaft Bentheim erweitern die Auswahl nach Westen, Südwesten und Osten. Gemeinsam zeigen diese Regionen, dass mehr Platz fürs Homeoffice weder auf eine einzige Gegend noch auf einen abgelegenen Sonderfall beschränkt ist.
Wohin ziehen stellt solche Regionen nebeneinander und ergänzt weitere Kriterien für euren Alltag. Statt die Wohnungssuche immer wieder im selben teuren Markt zu beginnen, startet ihr dort, wo zwei Arbeitsplätze und das übrige Leben zusammen ins Budget passen.
Regionen aus dem Artikel
In den Großstädten sind Festnetz und Fernverkehr gut erreichbar, zusätzliche Wohnfläche ist aber teuer. Die Alternativen bieten mehr Wohnfläche fürs Geld, schnelles Festnetz und einen erreichbaren IC-Halt.
Gute Anbindung, hohe Mieten
Mehr bezahlbare Wohnfläche bei guter Anbindung
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Vergleiche realistische Kandidaten nach deinen Muss-Kriterien, bevor du weiter einzelne Wohnungen, Häuser oder Grundstücke prüfst.
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